HSG-Bienen glücklos in Fritzlar

SV Germania Fritzlar – HSG Sulzbach/Leidersbach 25:20 (12:13)

Unter keinem guten Stern stand das schwere Auswärtsspiel der HSG-Bienen in Fritzlar. Mussten schon vor Spielbeginn verletzungsbedingt Anna Lena Seitz und Julia Schneider absagen, wurde bereits in der zweiten Spielminute Rückraum-Shooterin Anika Schmitt so schwer verletzt, dass auch sie noch ausfiel. Trotzdem waren die Kombinierten 32 Minuten lang bis zum Stand von 12:16 auf der Siegesstraße, bis dann doch die Kräfte schwanden.

Flott gingen beide Teams das Spiel an. Trainerin Yvonne Thon hatte die Erkenntnis aus dem verlorenen Freundschaftsspiel gezogen und die Mannschaft bestens eingestellt. Von Beginn an zeigte unsere Torhüterin Marion Fenn eine exzellente Leistung und brachte die Gastgeber während des ganzes Spiels schier zur Verzweiflung. Mehr als 50 % der Würfe konnte sie abwehren, zusätzlich entschärfte sie zwei Siebenmeter. Ebenfalls zeichnete sich Uli Wenzlawski mit der konsequenten „Manndeckung“ der Fritzlarer Spielmacherin aus, die dadurch nur zu einem Feldtor kam. Auch der weitere Neuzugang, Jana Schmidt, zeigte, dass sie eine echte Verstärkung des Bienenteams ist.

Schnell gingen die Bienen in Führung, doch dann meinte die Glücksgöttin es nicht gut mit uns. Bei einem Abwehrversuch traf die Fritzlarer Spielerin mit dem Ellbogen Anika Schmitt an der Nase, die daraufhin mit Nasenbeinbruch für das ganze Spiel ausfiel. Leider muss Anika sich einer Nasenoperation unterziehen und wird längere Zeit ausfallen. Die HSG-Bienen ließen sich von so vielen Rückschlägen nicht beirren und lagen während der ersten Halbzeit fast immer in Führung. Mit einem knappen 13:12-Vorsprung für die Untermain-Truppe ging es in die Halbzeitpause.

Mit frischen Kräften kam das Bienenteam aus der Kabine. In nicht einmal zwei Minuten wurde der Vorsprung auf 16:12 ausgebaut. Dann allerdings kam ein unerklärlicher Bruch ins Bienenspiel. In den folgenden 23 Minuten konnte man selbst nur ein Tor erzielen, während die Gastgeber allmählich Tor um Tor aufholen konnten und plötzlich in Führung lagen. Zwar gaben die HSG-Bienen nie auf, doch durch die wenigen Wechselmöglichkeiten konnten die Spielerinnen kaum Verschnaufpausen erhalten. Letztlich gab es einen verdienten Sieg für Fritzlar. Ohne die vielen Verletzungen wäre an diesem Tag mehr für die HSG drin gewesen.
So bleibt die Hoffnung, dass Anika Schmitt bald wieder fit ist und erfolgreich für die HSG-Bienen einwuchten kann.


Spielerinnen: Marion Fenn, Lydia Wagner im Tor, Anika Schmitt, Julia Schneider (nur bei einem 7-Meter eingesetzt), Nicole Reichert 2/1, Jana Schmidt 4, Patricia Milde 1, Stephanie Tabery 1, Ann Katrin Scherer 5, Ulrike Wenzlawski 2, Judith Kirschig 4, Isabel Rotter 1

TOP